Der Aufbau in fünf Schritten
Fast jede gelungene Weihnachtskarte folgt demselben Muster. Du musst es nicht starr einhalten, aber es hilft, wenn du vor der leeren Karte sitzt.
- Anrede mit Namen: „Liebe Anna“, „Lieber Herr Becker“ oder bei Gruppen „Ihr Lieben“. Der Name macht aus einem Sammelgruß einen persönlichen Gruß.
- Weihnachtswunsch: „Ich wünsche dir frohe Weihnachten“ oder „Wir wünschen Ihnen ein schönes Weihnachtsfest“.
- Persönlicher Satz: Ein Rückblick, eine Erinnerung oder ein Dank. Zum Beispiel: „Danke, dass du dieses Jahr beim Umzug so mit angepackt hast.“
- Wunsch für das neue Jahr: Gesundheit, Ruhe, ein bestimmtes Ziel der Person. Je konkreter, desto schöner.
- Gruß und Name: „Herzliche Grüße“, „Alles Liebe“ oder „Viele Grüße aus Hamburg“, darunter dein Name.
Tipp: Der persönliche Satz ist der wichtigste. Er ist das, woran sich der Empfänger erinnert. Alles andere darf ruhig Standard sein.
Texte für Familie und Freunde
Bei Menschen, die dir nahestehen, darf die Karte warm und auch etwas länger sein. Erinnerungen an gemeinsame Momente aus dem Jahr wirken stärker als jeder Spruch.
Beispiele, mit „Verwenden“ direkt in deine Karte übernehmen:
Liebe Oma, frohe Weihnachten! Danke für all die Sonntage mit Kaffee und Kuchen in diesem Jahr. Ich freue mich schon auf unseren nächsten Besuch.
Ihr Lieben, wir wünschen euch ein gemütliches Weihnachtsfest mit viel Zeit füreinander. Schön, dass es euch gibt!
Frohe Weihnachten, meine Liebe! Dieses Jahr hat uns einiges abverlangt, aber mit dir war alles leichter. Auf ein entspanntes neues Jahr.
Fröhliche Weihnachten an die beste Schwester der Welt. Lass dich reich beschenken und iss nicht alle Plätzchen allein.
Mehr fertige Texte findest du bei den Weihnachtsgrüßen für Freunde und Familie und allen Weihnachtsgrüßen.
Texte für Kollegen, Kunden und Geschäftspartner
Im beruflichen Umfeld ist weniger mehr. Ein kurzer Dank für die Zusammenarbeit und ein guter Wunsch für das neue Jahr reichen. Wenn du nicht weißt, ob alle Empfänger Weihnachten feiern, ist „schöne Feiertage“ oder „besinnliche Festtage“ eine sichere Wahl.
Beispiele, mit „Verwenden“ direkt in deine Karte übernehmen:
Liebes Team, danke für ein Jahr voller guter Zusammenarbeit. Ich wünsche euch erholsame Feiertage und einen guten Start ins neue Jahr.
Sehr geehrte Frau Schulz, für die angenehme Zusammenarbeit in diesem Jahr danken wir Ihnen herzlich. Wir wünschen Ihnen und Ihrer Familie schöne Feiertage und ein gesundes neues Jahr.
Frohe Weihnachten! Danke, dass du immer einen Kaffee und ein offenes Ohr für mich hattest. Bis zum nächsten Jahr im Büro.
Weitere Vorschläge stehen bei den Weihnachtsgrüßen an Kollegen.
Tipp: Geschäftliche Karten am besten von Hand unterschreiben, auch wenn der Text gedruckt ist. Eine Zeile handschriftlich mit dem Namen des Empfängers wirkt mehr als ein langer gedruckter Text.
Frohe Weihnachten oder schöne Feiertage?
„Frohe Weihnachten“ und „Fröhliche Weihnachten“ sind gleichwertig, „frohe“ klingt etwas ruhiger. „Gesegnete Weihnachten“ passt, wenn der Empfänger gläubig ist. „Schöne Feiertage“ und „besinnliche Festtage“ sind neutral und passen auch für Menschen, die Weihnachten nicht religiös oder gar nicht feiern.
Wer beides kombinieren will, schreibt zum Beispiel: „Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr“. Was nach Weihnachten zum Jahreswechsel passt, steht im Ratgeber Guten Rutsch oder frohes neues Jahr?
Wann sollte die Weihnachtskarte ankommen?
- Per Post: Spätestens eine Woche vor Heiligabend abschicken, ins Ausland früher. So kommt die Karte sicher vor dem Fest an.
- Geschäftlich: In der ersten Dezemberhälfte, damit sie vor den Betriebsferien gelesen wird.
- Per Nachricht: Am 24. Dezember im Lauf des Tages oder am Morgen des 25. Dezember. Wer früher schreibt, wünscht besser „schöne Weihnachtstage“ oder „eine schöne Adventszeit“.
Für die Wochen davor gibt es die Adventsgrüße, passend zu jedem Adventssonntag.
Häufige Fehler und Rechtschreibung
- Groß oder klein? Im Satz schreibt man „Ich wünsche dir frohe Weihnachten“ mit kleinem „frohe“. Steht der Gruß allein, etwa als Überschrift, beginnt er groß: „Frohe Weihnachten!“
- Ein gutes neues Jahr: „neues“ wird im Satz kleingeschrieben, weil es kein Eigenname ist.
- Einen guten Rutsch: „guten“ klein, „Rutsch“ groß.
- Zu viel Rundschreiben: Ein Text, der für alle gleich ist, merkt man sofort. Ein persönlicher Satz pro Karte reicht schon.
- Name vergessen: Ohne Anrede mit Namen wirkt jede Karte wie ein Massenversand.
Klassische Karte oder Gruß per Messenger?
Eine Karte per Post bleibt etwas Besonderes, vor allem für ältere Verwandte. Für Freunde, Kollegen und alle, die du sonst über WhatsApp erreichst, ist eine digitale Karte völlig in Ordnung, solange sie persönlich ist. Mit dem Editor unten trägst du den Namen direkt ins Bild ein und schickst die Karte als Link. Der Empfänger sieht seinen Namen schon in der Vorschau im Chat.