Wann ist Nikolaus?
Nikolaus ist immer am 6. Dezember. Das Datum ist fest und hängt, anders als der Advent, nicht vom Wochentag ab. Gefeiert wird oft schon am Vorabend: Am 5. Dezember putzen Kinder ihre Stiefel und stellen sie vor die Tür, am Morgen des 6. Dezember sind sie gefüllt.
Der Nikolaustag ist in Deutschland kein gesetzlicher Feiertag.
| Jahr | Datum | Wochentag |
|---|---|---|
| 2026 | 6. Dezember | Sonntag (zugleich 2. Advent) |
| 2027 | 6. Dezember | Montag |
| 2028 | 6. Dezember | Mittwoch |
Alle Adventssonntage stehen im Ratgeber Adventstermine.
Wer war der heilige Nikolaus?
Nikolaus lebte im 4. Jahrhundert und war Bischof von Myra, einer Stadt in Kleinasien. Heute heißt der Ort Demre und liegt an der Südküste der Türkei. Über sein Leben ist wenig sicher bekannt, umso mehr erzählen die Legenden. Der 6. Dezember gilt als sein Todestag, deshalb wird an diesem Tag an ihn erinnert.
Im Jahr 1087 brachten Kaufleute seine Gebeine nach Bari in Süditalien, wo sie bis heute verehrt werden. Nikolaus ist Schutzpatron vieler Gruppen, unter anderem der Kinder, Seeleute, Kaufleute und Bäcker.
Die bekanntesten Nikolaus-Legenden
Am bekanntesten ist die Geschichte von den drei Töchtern: Ein armer Mann konnte seinen Töchtern keine Mitgift zahlen. Nikolaus warf nachts heimlich Gold durch das Fenster, damit sie heiraten konnten. Aus dieser Legende stammt die Idee, dass der Nikolaus nachts unbemerkt Geschenke bringt.
Eine andere Legende erzählt, wie Nikolaus Seeleute aus einem Sturm rettete. In einer dritten bewahrte er seine Stadt in einer Hungersnot, indem er Getreide von vorbeifahrenden Schiffen erbat, ohne dass die Ladung der Schiffe danach kleiner war.
Nikolausbräuche in Deutschland
Stiefel putzen: Am Abend des 5. Dezember stellen Kinder ihre geputzten Stiefel oder Schuhe vor die Tür. Am Morgen liegen darin Nüsse, Mandarinen, Äpfel, Lebkuchen und ein Schokoladen-Nikolaus. Wer nicht geputzt hat, findet der Überlieferung nach weniger darin.
Nikolausbesuch: In Kindergärten, Vereinen und Familien kommt der Nikolaus oft persönlich, mit rotem Mantel, Bischofsstab und Mitra. Er liest aus einem goldenen Buch vor, was die Kinder im Jahr gut gemacht haben, und verteilt kleine Geschenke. Viele Kinder sagen dafür ein Gedicht auf.
Die Begleiter: Je nach Region kommt der Nikolaus nicht allein. In Nord- und Mitteldeutschland begleitet ihn Knecht Ruprecht, in Bayern und Österreich der Krampus, in der Pfalz und im Saarland der Belsnickel. Sie sind die strengen Gegenstücke zum gütigen Nikolaus.
Nikolaus in anderen Ländern
In den Niederlanden ist Sinterklaas das größte Kinderfest des Jahres. Er kommt schon Mitte November an, die Geschenke gibt es am Abend des 5. Dezember. In der Schweiz besucht der Samichlaus die Kinder, begleitet vom Schmutzli. In Österreich und im Alpenraum gehören die Krampusläufe dazu, bei denen verkleidete Gestalten mit Fell und Glocken durch die Straßen ziehen.
Nikolaus und Weihnachtsmann: der Unterschied
Der Nikolaus ist ein Heiliger mit Bischofsmütze und Stab, er kommt am 6. Dezember. Der Weihnachtsmann bringt die Geschenke an Heiligabend und ist eine spätere Figur, die sich im 19. Jahrhundert aus dem Nikolaus entwickelt hat. Dass in vielen Familien heute das Christkind oder der Weihnachtsmann die großen Geschenke bringt, geht auf die Reformation zurück: Martin Luther lehnte die Heiligenverehrung ab, und die Bescherung wanderte vom Nikolaustag zu Weihnachten.
Nikolausgrüße verschicken
Wer nicht vorbeikommen kann, schickt den Nikolaus eben per Handy. Drei Beispiele zum Verwenden:
Beispiele, mit „Verwenden“ direkt in deine Karte übernehmen:
Frohen Nikolaus! Ich hoffe, dein Stiefel ist heute randvoll.
Stiefel blank und vor der Tür, der Nikolaus war schon bei dir.
Ein Gruß zum Nikolaus von mir zu dir: Mandarinen, Nüsse und eine dicke Umarmung.
Alle Sprüche findest du auf der Seite Nikolausgrüße.